Zusammen können wir etwas verändern
Sie und Wir
Ihre UWG - Schalksmühle

Wohncontainer für Flüchtlinge am Jahnsportplatz

Die "Flüchtlingskrise" bestimmt zur Zeit die Schlagzeilen. Sowohl in den großen Parteien in Deutschland als auch in Europa sucht und streitet man über die Wege, wie man mit den Menschen umgehen soll, die schon da sind, und denen, die demnächst vor den Grenzen stehen werden. Bei den vielen Zahlen, die in den Raum gestellt werden, könnte man manchmal den Eindruck gewinnen, es ginge um Stückgut von Waren und nicht um Menschen und deren Schicksale. Andererseits machen Berichte von Gewalt, Übergriffen, Diebstählen, die vor allem von Asylbewerbern oder sich illegal in Deutschland aufhaltenden Menschen aus Nordafrika begangen wurden, vielen Menschen Angst und verunsichern sie. Auch wenn sich Kriegsflüchtlinge aus Syrien, dem Irak oder Afganistan deutlich davon distanzieren und dies auch laut äußern können sie doch nicht verhindern, dass in Teilen der deutschen Bevölkerung zunehmend undifferenziert geurteilt und verurteilt wird.

In dieser emotional aufgeladenen Stimmung müssen wir trotzdem einen kühlen Kopf bewahren und uns sinnvoll darauf einstellen, dass im Laufe des Jahres noch weitere Flüchtlinge in Schalskmühle unterzubringen sind. Bislang gelang der Verwaltung zusammen mit der Flüchtlingshilfe die dezentrale Unterbringung in angemietetem Wohnraum. Das seriöse Angebot an solchen Wohnungen droht aber in wenigen Wochen aufgebraucht zu sein. Deshalb plant die Gemeinde auf dem Jahnsportplatz, dessen Gelände ihr gehört, vorübergehend Unterkünfte in Blockhausform zu errichten. Diese sollen nach Bedarf aufgestellt werden, also immer nur so viele, wie benötigt. Maximal könnten so 80 - 100 Personen auf diese Weise eine Unterkunft erhalten.

DIe UWG unterstützt diese Maßnahme als dringende und sinnvolle Vorsorge, denn niemand kann heute verlässlich vorhersagen, ob weitere Flüchtlinge nach Schalksmühle kommen, wann sie dann kommen und wie viele es genau sein werden. Wir müssen also vorbereitet sein und den Plan B in der Schublade haben. Wir nehmen aber auch die Sorgen der umliegenden Anwohner ernst: zusammen mit ihnen, der Helfern der Flüchtlingshilfe, weiteren freiwilligen und mit Unterstützung der Verwaltrung sollte es uns gelingen, eine Ghettobildung zu verhindern und die doch meist jungen männlichen Flüchtlinge so sinnvoll einzubinden, ihnen Aufgaben und Tätigkeiten zu übertragen und sie so zu beschäftigen, dass sie möglichst schnell und umfassend integriert werden und sich gar nicht erst so etwas wie "Lagerkoller" oder Langeweile und Frustration breit macht, die oft den Nährboden für ungesetzliche Handlungen bereiten.

Wir müssen uns darüber hinaus aber auch Gedanken machen, wie der Wegfall des Jahnsportplatzes für den Schulsport kompensiert werden kann - und wie es später einmal mit diesem Platz weitergehen könnte und sollte. Darüber kommen wir gerne mit interessierten Bürgern ins Gespräch.